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Plön
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Plön (plattdeutsch: Plöön) ist die Kreisstadt des Kreises Plön in Schleswig-Holstein und hat knapp 9000 Einwohner. Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Plön besitzt ein Gymnasium mit 300-jĂ€hriger Geschichte, ist Standort der Marineunteroffizierschule und Sitz des Max-Planck-Instituts fĂŒr Evolutionsbiologie.

Contents

‱ Geografie
‱ Stadtteile
‱ Geschichte
‱ NS-Zeit
‱ Politik
‱ Wappen
‱ Verkehr
‱ Schulen
‱ Kirchen
‱ Museen
‱ Musik
‱ Theater
‱ Weblinks

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Geografie

Plön liegt direkt am grĂ¶ĂŸten Binnensee Schleswig-Holsteins, dem Großen Plöner See, und ist eingebettet in die hĂŒgelige Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz. Nur 7,8 kmÂČ des Stadtgebietes sind LandflĂ€che. Der Rest des Stadtgebietes verteilt sich auf elf Seen, die vollstĂ€ndig zur Stadt Plön gehören, und fĂŒnf weitere, an denen Plön einen Anteil hat. Komplett im Stadtgebiet befinden sich unter anderem die folgenden GewĂ€sser: Behler See, Edebergsee, Höftsee, Großer Madebrökensee, Kleiner Madebrökensee, Schöhsee, Stadtsee, Suhrer See und Trentsee. DarĂŒber hinaus gehören unter anderem der Große und der Kleine Plöner See sowie der Trammer See anteilig zu Plön.

Stadtteile

Auf dem westlichsten Landarm der Stadt Plön liegt an der B 430 der Stadtteil Koppelsberg direkt an der Grenze zur Nachbargemeinde Dörnick. Östlich des Hauptortes an der B 76 befinden sich die Stadtteile Fegetasche, Ruhleben und Stadtheide. Der Stadtteil Stadtheide entstand weitgehend auf dem GelĂ€nde der ehemaligen FĂŒnf-Seen-Kaserne, die bis 1996 ein Pionierbataillon beherbergte und seit 2000 zu einem Stadtteil mit Wohn- und Mischgebieten entwickelt wird.cite-ref-2[2] Außerdem liegt ÖlmĂŒhle im Stadtgebiet.cite-ref-3[3]

Nachbargemeinden

Plön grenzt an folgende Kommunen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Rathjensdorf, Grebin, Malente, Bösdorf, Bosau, Nehmten, Ascheberg (Holstein), Dörnick, Wittmoldt. Bis auf Malente und Bosau (Kreis Ostholstein) gehören alle Nachbarkommunen ebenfalls zum Kreis Plön.

Die ehemals amtsangehörige Nachbargemeinde Bösdorf wird seit dem 1. Januar 2014 als amtsfreie Gemeinde von der Stadt Plön im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft verwaltet. Die ebenfalls am 1. Januar 2014 begonnene Verwaltungsgemeinschaft mit der Nachbargemeinde Ascheberg endete am 31. Dezember 2020.cite-ref-4[4]

Geschichte

Im FrĂŒhmittelalter gelangten nach der mutmaßlichen Abwanderung des Großteils der germanischen Vorbevölkerung wĂ€hrend des frĂŒhen 8. Jahrhunderts die slawischen Abodriten in den Plöner Raum. Auf der großen, Plön vorgelagerten Insel, die spĂ€ter Olsborg hieß, errichteten die Wagrier, ein Teilstamm der Abodriten, eine umfangreiche Befestigungsanlage. Sie nannten ihre Siedlung Plune, was „eisfreies Wasser“ bedeutet. 1075 lockte hier laut Helmold von Bosau der wagrische FĂŒrst und abodritische Samtherrscher Kruto den Nakoniden Budivoj ins „castrum Plunense“, belagerte ihn und ließ die Belagerten, als sie sich unter dem Versprechen freien Abzugs ergaben, erschlagen. 1139 zerstörten sĂ€chsische Holsten gegen den Willen des Holsteiner Graf Adolf II. von Schauenburg eigenmĂ€chtig die Festung und beendeten damit die slawische Herrschaft ĂŒber den Plöner Raum.

20 Jahre spĂ€ter ließ Adolf II. die Burg auf der Insel wieder aufbauen, verlegte sie jedoch alsbald auf den heutigen Schlossberg. Im Schutz der Burg und nahe der von LĂŒbeck nach Norden fĂŒhrenden Handelsstraße entwickelte sich eine sĂ€chsisch-deutsche Marktsiedlung. Im Jahre 1236 wurde Plön das LĂŒbische Stadtrecht verliehen. Auf einer schmalen Landenge zwischen den Seen und dem Fluss Schwentine strategisch gĂŒnstig gelegen, blieb Plön ein bedeutendes Zentrum der Grafschaft Holstein, bis diese 1460 in Personalunion an das dĂ€nische Königshaus fiel. Von 1561 bis 1761 war Plön Residenz des Herzogtums Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön.

Durch Erbteilungen innerhalb des dĂ€nischen Königshauses entstand 1622 das Herzogtum Schleswig-Holstein-Plön. Mit Errichtung des Plöner Schlosses anstelle der alten Burg 1633–1636 durch Herzog Joachim Ernst wurde Plön Hauptstadt des kleinen FĂŒrstentums. Als Residenzstadt erfuhr Plön eine betrĂ€chtliche Aufwertung. So grĂŒndete Herzog Johann Adolph („Hans Adolf“) 1685 im Nordwesten der Stadt die Neustadt, um hier Handwerker anzusiedeln und damit die Wirtschaftskraft des Herzogtums zu steigern. Unter Friedrich Carl wurde das Schlossgebiet um mehrere barocke GebĂ€ude und einen Lustgarten erweitert. Die Stadt besaß damals ca. 1000 Einwohner und reichte ungefĂ€hr bis zur SchwentinebrĂŒcke im Osten und zum Ende der heutigen FußgĂ€ngerzone im Westen. Beide ZugĂ€nge waren mit Toren gesichert. Die Plöner Lateinschule, die VorlĂ€uferin des heutigen Gymnasiums Schloss Plön, wurde 1704 gegrĂŒndet.cite-ref-5[5]

1761 fiel das Herzogtum an die dĂ€nische Krone zurĂŒck. Damit gehörte Plön bis zum Bundesexekution Ende 1863 wie das restliche Herzogtum Holstein einerseits zum dĂ€nischen Gesamtstaat, andererseits aber auch zum Heiligen Römischen Reich (bis 1806) bzw. zum Deutschen Bund. Es diente zeitweilig dem dĂ€nischen König als Sommerresidenz, blieb ansonsten aber eine Provinzstadt mit ungefĂ€hr 2000 Einwohnern. Das kultivierte Leben in der kleinen Nebenresidenz hat Rochus von Liliencron in seinen „Jugenderinnerungen“ beschrieben. Mitte des 19. Jahrhunderts weilte der dĂ€nische Kronprinz einige Jahre zur Sommerfrische im Schloss, das seither seinen weißen Putz mit dem grauen Dach zeigt.

1867 wurde Plön, nun Teil Preußens, nach Inkrafttreten der preußischen Verwaltungsreform Kreisstadt. Die Hohenzollern-Prinzen erhielten ihre schulische Ausbildung zum Teil in Plön; die Prinzeninsel ist heute noch im Besitz des Hauses Hohenzollern. FĂŒr Besuche der Kaiserfamilie wurde ein eigener Bahnhof errichtet. König Wilhelm I. bestimmte 1868 das Schloss Plön zur Kadettenanstalt. Die ersten 100 Kadetten im Alter von 11 bis 13 Jahren zogen am 1. Mai jenes Jahres ein. Im Jahr 1896 beschloss Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, seinen beiden Ă€ltesten Söhnen Wilhelm und Eitel Friedrich eine geistige und militĂ€rische Ausbildung in der Kadettenanstalt Plön zuteilwerden zu lassen.cite-ref-6[6] Nach dem Ersten Weltkrieg wurde daraus ein Internat, das 1933–1945 als Nationalpolitische Erziehungsanstalt diente. Seit 1946 war es wieder staatliches Internat.

1891 grĂŒndete Emil Otto Zacharias mit finanzieller UnterstĂŒtzung der preußischen Regierung und mehrerer Privatleute am Plöner See die erste „Biologische Station“ fĂŒr SĂŒĂŸwasserforschung auf deutschem Boden als privates Forschungsinstitut. Nach seinem Tod ĂŒbernahm August Thienemann die Leitung. Als Nachfolgeinstitution existierte lange das Max-Planck-Institut fĂŒr Limnologie. Dieser Institutsstandort wurde, nach insgesamt 115 Jahren der limnologischen Forschung, als Max-Planck-Institut fĂŒr Evolutionsbiologie auf andere Schwerpunkte ausgerichtet. Plön ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.cite-ref-7[7]

NS-Zeit

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 schaffte die Regierung Mitte Februar die Gemeindevertretungen ab. Am 12. MĂ€rz fanden Kommunalwahlen statt. Die NSDAP erreichte im Kreis Plön 53,8 %. Unter anderem kam es auch fĂŒr die Feuerwehren zu einschneidenden VerĂ€nderungen. Aus der Plöner Feuerwehr wurde eine Hilfspolizeitruppe.cite-ref-8[8] Außerdem wurde im Plöner Schloss eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) gegrĂŒndet, die Elitenbildung im Sinn des NS-Regimes betrieb.cite-ref-9[9] Nach Kriegsende nutzten ehemalige NAPOLA-SchĂŒler ihre Lage, um sich als Opfer des NS-Regimes zu stilisieren, was ihnen oftmals einen erfolgreichen Weg in der Nachkriegsgesellschaft eröffnete.cite-ref-10[10] Andere der damaligen NAPOLA-SchĂŒler dachten gern in nostalgisch-sentimentaler VerklĂ€rung an ihre Jugend zurĂŒck. FĂŒr viele standen dabei vor allem die positiven Erlebnisse im Mittelpunkt.cite-ref-11[11]

WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges lebten zahlreiche Zwangsarbeiter in Plön und Umgebung. Auf dem Plöner Friedhof erinnern acht Holzkreuze an Menschen, bei denen es sich wahrscheinlich um osteuropĂ€ische Zwangsarbeiter handelt.cite-ref-12[12] Nicht mehr einsatzfĂ€hige Zwangsarbeiter sollen laut Polizeibericht „beim Baden ertrunken“ sein.cite-ref-hofm-13-0[13]

Ab Mitte April 1945 hielten sich kurzzeitig Teile der letzten Reichsregierung sowie der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Karl Dönitz im Barackenlager der Kaserne Stadtheide auf.cite-ref-14[14]cite-ref-hofm-13-1[13] Am 1. Mai verkĂŒndete Dönitz von hier, dass Hitler gefallen sei und ihn zum Nachfolger bestimmt habe. Am nĂ€chsten Tag floh die neue GeschĂ€ftsfĂŒhrende Reichsregierung vor den herannahenden britischen Truppen weiter nach Flensburg-MĂŒrwik. Plön wurde anschließend zur „Offenen Stadt“.cite-ref-15[15] Am 4. Mai 1945 unterschrieb Hans-Georg von Friedeburg im Auftrag von Dönitz die Teilkapitulation der Wehrmacht fĂŒr Nordwestdeutschland, DĂ€nemark und die Niederlande.cite-ref-16[16] Der Krieg endete schließlich mit der Bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai.

Nachkriegszeit

Ab 1946 begann wieder der Unterricht in der Internatsoberschule mit angeschlossenem Internat, spĂ€ter das Gymnasium Schloss Plön.cite-ref-17[17] Das Internat im Plöner Schloss wurde 2001 unter der Landesregierung von Heide Simonis geschlossen und das Schloss an den Optikkonzern Fielmann verkauft. Dieser hat dort nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten im Oktober 2006 eine Akademie fĂŒr das Optikerhandwerk eröffnet. Es handelt sich um ein gemeinnĂŒtziges Schulungszentrum fĂŒr die gesamte Augenoptik. Zum Schloss gehört das weitlĂ€ufige Schlossgebiet. Es zeichnet sich durch aufwĂ€ndig restaurierte historische GebĂ€ude (z. B. Prinzenhaus, Alte Schwimmhalle, Uhrenhaus), Alleen und alten Baumbestand aus.

Das Prinzenhaus wird „Perle des Rokoko“ genannt. Es wurde frĂŒher als Gartenhaus genutzt und erhielt seinen heutigen Namen, als die Söhne des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. in diesem GebĂ€ude unterrichtet wurden. Nach mehreren Jahren der Restaurierung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist es nun wieder fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich.

Im Uhrenhaus befindet sich heute das Informationszentrum des Naturparks Holsteinische Schweiz. Die ehemalige kaiserliche Schwimmhalle ist heute ein Kulturforum, das fĂŒr Veranstaltungen und Ausstellungen zur VerfĂŒgung steht. Zeugen aus kaiserlicher Zeit sind noch an weiteren Stellen in Plön sichtbar. So befindet sich auf der Prinzeninsel ein reetgedeckter Pavillon, von dem man einen Ausblick auf den Großen Plöner See hat – dies war der Lieblingsplatz der Kaiserin. In der Kapelle am Alten Friedhof befindet sich der von Kaiserin Auguste Viktoria gestiftete Altar der Schlosskapelle.

Ende der 1970er Jahre wurde die innerstĂ€dtische Umgehungsstraße gebaut (Bundesstraße 76 und 430), fĂŒr die einige HĂ€user der Innenstadt weichen mussten und die ĂŒber mehrere Seen gefĂŒhrt wurde. Die Straße wird heute als nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ angesehen, vor allem der VerkehrslĂ€rm ist ein Problem fĂŒr die Anwohner, und Lösungen bis zu einem RĂŒckbau werden diskutiert.

Relikte des Kalten Kriegs finden sich als SprengschĂ€chte und Stecksperren in der FĂŒnf-Seen-Allee im Gebiet der ehemaligen FĂŒnf-Seen-Kaserne (ehemaliges Pionierbataillon 6, 6. Panzergrenadierdivision), Plön-Stadtheide.

Politik

Ratsversammlung

Das Ergebnis der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 ist in den Diagrammen dargestellt. Die Tabelle gibt die Wahlergebnisse seit 2003 wieder.cite-ref-18[18]

| Parteien und WĂ€hlergemeinschaften | Parteien und WĂ€hlergemeinschaften | % 2023 | Sitze 2023 | % 2018 | Sitze 2018 | % 2013 | Sitze 2013 | % 2008 | Sitze 2008 | % 2003 | Sitze 2003 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union | 28,3 | 5 | 31,06 | 8 | 33,09 | 8 | 34,16 | 8 | 51,20 | 12 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 20,5 | 4 | 25,59 | 6 | 32,76 | 7 | 33,44 | 8 | 30,04 | 7 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| FWG | Freie WĂ€hlergemeinschaft | 15,7 | 3 | 9,06 | 2 | 15,42 | 4 | 22,93 | 5 | 13,64 | 3 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| GrĂŒne | BĂŒndnis 90/ Die GrĂŒnen | 21,5 | 4 | 19,64 | 5 | 12,70 | 3 | — | — | — | — | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 8,6 | 2 | 8,36 | 2 | 6,03 | 1 | 9,46 | 2 | 5,12 | 1 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| LINKE | Die Linke | 4,5 | 1 | 6,28 | 2 | – | – | – | – | – | – | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| Gesamt | Gesamt | 100 | 19 | 100 | 25 | 100 | 23 | 100 | 23 | 100 | 23 | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |
| Wahlbeteiligung | Wahlbeteiligung | 48,5 % | 48,5 % | 47,21 % | 47,21 % | 48,26 % | 48,26 % | 49,25 % | 49,25 % | 57,06 % | 57,06 % | Kommunalwahl 2023 % 30 20 10 0 28,3 % 21,5 % 20,5 % 15,7 % 8,6 % 4,5 % CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2018 %p 8 6 4 2 0 −2 −4 −6 −2,71 %p +1,86 %p −5,14 %p +6,64 %p +0,24 %p −1,78 %p CDU GrĂŒne SPD FWG-Plön FDP Linke Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100% |

Die neugewÀhlte Plöner Ratsversammlung konstituierte sich in ihrer Sitzung am 14. Juni 2023.

BĂŒrgermeisterin

Am 8. Februar 2023 wurde Mira RadĂŒnzel-Schneider durch die Ratsversammlung einstimmig zur BĂŒrgermeisterin gewĂ€hlt, nachdem bei der BĂŒrgermeisterwahl im September 2022 der einzige Kandidat nicht die erforderliche Mehrheit erhalten hatte.cite-ref-20[20]

Wappen

Blasonierung: „In Silber ĂŒber abwechselnd silbernen und blauen Wellen, in denen ein roter Fisch schwimmt, eine durchgehende, niedrige rote Zinnenmauer aus Ziegeln, besetzt mit einem gedrungenen roten Zinnenturm mit zwei schwarzen Torbögen; ĂŒber dem Turm schwebend das holsteinische Wappen (in Rot das silberne Nesselblatt).“cite-ref-21[21]

StÀdtepartnerschaften

‱ Schilino (Russland), seit 1953cite-ref-part-22-0[22]
‱ Ksour-Essaf (Tunesien), seit 1969cite-ref-part-22-1[22]
‱ Plau am See (Deutschland), seit 1990cite-ref-part-22-2[22]

Seit dem 16. Mai 2013 besteht außerdem eine Patenschaft fĂŒr die Marineunteroffizierschule Plön.cite-ref-part-22-3[22]

Verkehr

Plön bildet den Knotenpunkt der Bundesstraßen 76 (Ost-West-Verlauf) und 430 (SĂŒdwest-Nordost-Verlauf). Über die B 430 besteht eine Anbindung an die Autobahn 21 (ca. 19 km, Anschlussstelle Bornhöved) und die Autobahn 7 (ca. 40 km, Anschlussstelle NeumĂŒnster-Mitte). Die B 76 bindet Plön außerdem an die Autobahn 1 an (ca. 27 km, Anschlussstelle Eutin).

Die Verkehrsbetriebe Kreis Plön sind dem Verkehrsverbund Region Kiel angeschlossen. Sie betreiben im Stadtverkehr zwei Buslinien und bedienen außerdem Verbindungen mit dem Umland. Die Landeshauptstadt Kiel kann per Regionalbus der Firma Autokraft erreicht werden.

Durch Plön fĂŒhrt die Bahnstrecke Kiel–LĂŒbeck. Die ZĂŒge verkehren halbstĂŒndlich in beide Richtungen. Die Übernahme der Strecke durch Erixx Holstein im Dezember 2022 hat zu zunehmenden UnzuverlĂ€ssigkeiten und AusfĂ€llen gefĂŒhrt.cite-ref-23[23] Im historischen BahnhofsgebĂ€ude mit der PrinzenbahnhofsĂŒberdachung befindet sich nach dem Erwerb des GebĂ€udes durch die Stadt Plön und anschließenden grundlegenden Sanierungsarbeiten seit Mitte 2008 die Tourist-Information Großer Plöner See & DB-Agentur.

Bildung und Kultur

Schulen

‱ Förderschulen

‱ Förderzentrum Plön, Am Schiffsthal, 54 SchĂŒler in 5 Klassen, 106 Betreute

‱ Grundschulen

‱ Breitenauschule, Breitenaustraße, 166 SchĂŒler in 10 Klassen
‱ Rodomstorschule, Rodomstorstraße, 232 SchĂŒler in 10 Klassen

‱ Gemeinschaftsschule

‱ Gemeinschaftsschule des Schulverbandes Plön Stadt und Land in Plön, Schule am Schiffsthal, Am Schiffsthal, 580 SchĂŒler in 25 Klassen

‱ Gymnasium

‱ Gymnasium Schloss Plön, Prinzenstraße, 785 SchĂŒler in 35 Klassen

‱ Berufliche Schule

‱ Regionales Berufsbildungszentrum (BBZ) des Kreises Plön, Heinrich-Rieper-Straße, 1668 SchĂŒler in 108 Klassencite-ref-24[24]

SchĂŒlerzahlen aus dem Schuljahr 2019/2020cite-ref-25[25]

Kirchen


‱ Johanniskirche, Hamburger Straße
‱ Nikolaikirche, Markt
‱ Osterkirche, Osterfriedhof
‱ Gemeinschaft in der evangelischen Kirche Plön, Krusekoppel


‱ Pfarrkirche St. Antonius, BrĂŒckenstraße

Kulturelle Veranstaltungen

‱ Plöner Jazztage (Traditional Jazz / an den 4 Tagen von Himmelfahrt bis Sonntag)
‱ „GrĂŒne Note“ (diverse Stilrichtungen / jĂ€hrlicher Konzerttag der Kreismusikschule)
‱ SchĂŒtzenfest der Plöner SchĂŒtzengilde von 1621 e. V. (jĂ€hrlich am 2. Freitag im Juli)
‱ Plöner Stadtbuchtfest (Volksfest / jĂ€hrlich Mitte August)
‱ Plöner Kulturnacht (Kleinkunst / jĂ€hrlich am ersten Wochenende im September)
‱ Plöner Musikherbst (Klassik / jĂ€hrlich im September/Oktober)
‱ Livemusik im Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön (ĂŒberwiegend Klassik)
‱ Livemusik im Restaurant Alte Schwimmhalle (Jazz, Blues, Rock)
‱ Theatertage und Gastspiele ĂŒberregional bekannter KĂŒnstler durch Theater Zeitgeist

Wiederkehrende Veranstaltungen

‱ Aktion ‚Offener Garten‘ Schleswig-Holstein und Hamburg. GĂ€rten öffnen ihre Tore, jĂ€hrlich am 3. Wochenende im Juni. TeilnehmergĂ€rten in Stadt und Kreis Plön.

SehenswĂŒrdigkeiten

Sehenswert ist unter anderem die Altstadt mit der Nikolaikirche, dem Rathaus und vielen GeschÀften und Cafés und die historische Neustadt mit dem Kreismuseum, das sich in der ehemaligen Alten Apotheke befindet.

Schloss Plön

Das Plöner Schloss ist eines der bedeutendsten Renaissance-Bauwerke im Lande. Es war bis zum Tod von Herzog Friedrich Karl von Schleswig-Holstein-Plön 1761 Residenz und wurde danach fĂŒr unterschiedliche Zwecke genutzt. Heute befindet es sich im Besitz der Firma Fielmann.

Schlossgarten Plön mit Siebenstern (ehemals Jagdstern)

Heute ist der Schlossgarten im Besitz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Es handelt sich um einen bedeutenden Barockgarten, der in der ersten HĂ€lfte des 17. Jahrhunderts unter Herzog Friedrich Carl (reg. 1729–1761) entstand. Die Umformung im englischen Landschaftsgartenstil erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts, der Regierungszeit Christian VIII., durch den Königlichen HofgĂ€rtner Christian Schaumburg aus Hannover.

Alter Apfelgarten, ehemals herzoglicher KĂŒchengarten

Dies war der erste KĂŒchengarten der Plöner Residenz unter Herzog Joachim Ernst, dem Erbauer des Plöner Schlosses, zu Anfang des 17. Jahrhunderts. In preußischer Zeit wurde er als Obstgarten genutzt. Die Wiederherstellung und ErgĂ€nzung fand unter der FederfĂŒhrung des Vereins Freunde des Plöner Prinzenhauses e. V. als Projekt „Alter Apfelgarten“ statt, das durch den Bau eines modernen Aussichtspavillons nach historischem Vorbild eines Teepavillons aus der Zeit König Christians VIII. ergĂ€nzt wurde. Viele historische Obstsorten wurden dort katalogisiert und weitere historische Apfel- und Birnen-Sorten aufgepflanzt.

Historische Plöner Neustadt

Die 1685 gegrĂŒndete Plöner Neustadt ist der schon 1236 gegrĂŒndeten Plöner Altstadt nach Nordwesten hin vorgelagert. Die Neustadt wurde von Johann Adolf, einem Sohn des Schloss-Erbauers Joachim Ernst, Herzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, als Handwerkersiedlung fĂŒr GlaubensflĂŒchtlinge erbaut. Sie erhielt eigene Rechte und war lange Zeit unabhĂ€ngig von der Altstadt. Eine eigene Kirche mit Friedhof, die Plöner Johanniskirche, wurde ihr geistliches Zentrum.

Parnaß-Turm

Der Parnaß-Turm ist ein 1888 vom Plöner Verschönerungsverein auf einem Steinsockel als Aussichtsturm errichteter 20 m hoher Stahlfachwerkturm. Er ist von April bis Oktober geöffnet.

Wasserturm

Der ehemalige Plöner Wasserturm von 1913 liegt im Osten der Stadt und wird heute als Wohnturm genutzt.

Evolutionsweg

Der Evolutionsweg stellt auf 11 Stationen die Entwicklung des Lebens von der Entstehung der Erde bis zum Auftreten des Menschen (Homo sapiens) dar. Er fĂŒhrt entlang des Seeufers ĂŒber die Eutinerstraße bis zum Max-Planck-Institut.cite-ref-26[26]

Planetenpfad

Auf dem Plöner Planetenpfad entlang des Strandweges am Großen Plöner See ist das Sonnensystem, ausgehend vom Sonnensymbol auf der Anlegestelle MarktbrĂŒcke, im Maßstab 1:2.000.000.000 abgebildet. Im April 2025 wurden einige Objekte des Planetenpfades durch Vandalismus zerstört.cite-ref-27[27]

Museen

In Plön befinden sich das Museum des Kreises Plön mit der Norddeutschen Glassammlung, das Naturpark-Haus, das Prinzenhaus zu Plön und die Fritz-During-Stiftung im Kreis Plön.

Musik

Kreismusikschule Plön

Im Prinzenhaus im Schlossgarten ist die Kreismusikschule Plön beheimatet. Von hier aus werden der dezentrale Musikunterricht im Kreisgebiet organisiert und vielfĂ€ltige kulturelle Impulse in Form von Veranstaltungen fĂŒr Plön und Umland gegeben.cite-ref-28[28]

Symphonisches Orchester Plön e. V.

Das Symphonische Orchester Plön e. V. wurde 2006 gegrĂŒndet und besteht aus semiprofessionellen und engagierten Hobbymusikerinnen und -musikern, die unter der Leitung von Shenoll Tokaj zwei bis drei bunte Konzertveranstaltungen pro Jahr in und um Plön realisieren.cite-ref-29[29]

Theater

Plöner Speeldeel

Die Plöner Speeldeel e. V. wurde im Jahre 1928 gegrĂŒndet und fĂŒhrt plattdeutsches Theater auf.

Marionettentheater Krieglstein

GegenĂŒber dem Max-Planck-Institut fĂŒr Evolutionsbiologie (bis 2007: MPI fĂŒr Limnologie) ist das Marionettentheater Krieglstein zu finden. Ute Krieglstein gestaltet die Fadenpuppen samt BĂŒhnenbild und spielt selbst geschriebene StĂŒcke zusammen mit ihrem Ehemann Gerd, der fĂŒr die Technik zustĂ€ndig ist. Nach Jahren als Tourneetheater in Deutschland, im europĂ€ischen Ausland und mehreren Gastspielen in SĂŒdkorea haben Puppen & Co seit 2000 eine feste SpielstĂ€tte in Plön.

Theater Zeitgeist e. V.

Ziel des Vereins Theater Zeitgeist e. V. (seit 1997) ist die DurchfĂŒhrung kultureller Veranstaltungen wie beispielsweise TheaterauffĂŒhrungen eigener oder fremder StĂŒcke sowie Veranstaltungen mit Kabarett- und Comedy KĂŒnstlern aus dem kompletten deutschsprachigen Raum.

Theaterfimmel

Das Zwei-Personen-Theater wurde 2010 von dem Ehepaar Carina und Christoph Kohrt gegrĂŒndet. Die beiden haben zahlreiche TheaterstĂŒcke fĂŒr Erwachsene im Repertoire. Die jĂ€hrliche AuffĂŒhrung zu Silvester hat Kult-Charakter und ist meist Wochen zuvor ausverkauft. Außerdem fĂŒhren die beiden, teilweise zu dritt mit dem Kinderliedermacher Matthias Meyer-Göllner, selbstgeschriebene MusiktheaterstĂŒcke fĂŒr Kinder und Familien auf. Das erfolgreichste StĂŒck mit dem Titel Flattertom & Flederlilly lĂ€uft schon seit 2013. Es wurde und wird regelmĂ€ĂŸig auch weit außerhalb der Kreisstadt, z. B. in Bayern, aufgefĂŒhrt.

Kulturvereine

Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön

Das Kulturforum Schwimmhalle Schloss Plön e. V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der gegrĂŒndet wurde, um in der Jugendstilschwimmhalle kulturelle Veranstaltungen im Bereich Bildung und Wissenschaft, Musik, Literatur sowie darstellender und bildender Kunst fĂŒr die Plöner Bevölkerung und ihre GĂ€ste zu fördern und durchzufĂŒhren. Die Mitglieder veranstalten in der Jugendstilschwimmhalle unter anderem Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Jazzkonzerte, niederdeutsche Abende, wissenschaftliche VortrĂ€ge und Ausstellungen.

Literatur: Schöne Zeiten im schönen Plön (Zitat)

„Der romantische Zug war mir ja freilich durch die ganze Richtung der Zeit in die Wiege gelegt. Seine krĂ€ftige Entwickelung erhielt aber nicht am wenigsten Nahrung durch die romantische Schönheit Plöns und seiner Landschaft. Die kleine Stadt liegt, rings von Seen umgeben, auf einem schmalen Landstrich rings um den mĂ€ĂŸigen HĂŒgel herum, dessen Höhe das alte herzogliche Schloss einnimmt, von alten BĂ€umen, Alleen und terrassenartig abfallenden GĂ€rten umringt. Um die weitgestreckten WasserflĂ€chen der Seen, die man von oben mit einem Blicke ĂŒberschaut, zieht sich ĂŒber HĂŒgelreihen ein GĂŒrtel herrlicher Buchenwaldungen, dazwischen eine fruchtbar lachende Landschaft. Wenn am Abend des hellen Sommertags ĂŒber die leise bewegte Welle des Wasserspiegels der Mond seine Strahlen warf, welch herrliche Dekoration, um auf den Terrassen und unter den alten BĂ€umen ein romantisches Herzensspiel zu treiben 
“

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Rochus von Liliencron

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Jugenderinnerungen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

‱ Johann Brokes (1513–1585), Admiral und BĂŒrgermeister der Hansestadt LĂŒbeck
‱ Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1692–1765), Ehefrau des mecklenburgischen Herzogs Adolf Friedrich III.
‱ Johann Daniel Gundelach (1739–1818), Geistlicher und Megalithforscher
‱ Georg Michael Telemann (1748–1831), Kirchenmusiker und Komponist
‱ Friedrich Carl Gröger (1766–1838), PortrĂ€tmaler und Lithograph
‱ Karl Friedrich Christian Hasselmann (1794–1882), Pfarrer und Politiker
‱ Friedrich Dewehrt (um 1808–nach 1848), deutsch-österreichischer Maler und Lithograf
‱ Rudolph Hartmann (1816–1893), Arzt und Heimatforscher
‱ Rochus von Liliencron (1820–1912), Germanist, Musikhistoriker und Herausgeber der Allgemeinen Deutschen Biographie
‱ Wilhelm Sophus Andreas von Rosen (1820–1866), Arzt, Forschungsreisender und Politiker
‱ Friedrich Hartmann (1821–1899), Apotheker und Heimatforscher
‱ Karl Christian Bruhns (1830–1881), Astronom
‱ Georg Kuphaldt (1853–1938), Stadtgartendirektor von Riga
‱ Heinrich Harms (1861–1933), bedeutender Geograf, Buchautor, revolutionierte die Kartografie des Schulatlasses
‱ Elisabeth Neelsen (1875–nach 1949), Landschaftsmalerin und Kunsterzieherin
‱ Otto von Dorrien (1889–1945), Jagdpilot im Ersten Weltkrieg, evangelisch-lutherischer Theologe, Mitglied der Bekennenden Kirche
‱ Karl von Graffen (1893–1964), Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg und TrĂ€ger des Ritterkreuzes.
‱ Christian Kinder (1897–1972), Jurist und Konsistorialrat der Evangelischen Landeskirche Schleswig-Holstein, Reichsleiter der Deutschen Christen|
‱ Karl Mauss (1898–1959), Zahnarzt und Offizier, RitterkreuztrĂ€ger
‱ Detlev von Rumohr (1908–1961), Brigadegeneral der Bundeswehr
‱ Lauritz Lauritzen (1910–1980), Politiker (SPD)
‱ Peter Herden (1918–2013), Schauspieler
‱ Rolf Köster (1929–2021), Geologe und Hochschullehrer
‱ Jörg Menno Harms (* 1939), Manager
‱ Klaus Karl Kassbaum (* 1943), Musiker
‱ Lothar Zechlin (* 1944), Staatsrechtler und Rektor der UniversitĂ€t Graz
‱ Armin Wessel (1946–2011), Kinderkardiologe und Hochschullehrer
‱ Karl-Heinz Willroth (1948–2023), PrĂ€historiker
‱ Wolfgang Wien (* 1963), General und VizeprĂ€sident fĂŒr militĂ€rische Angelegenheiten des Bundesnachrichtendienstes
‱ Ulrich BĂ€hnk (* 1965), Schauspieler

Persönlichkeiten, die in Plön lebten oder wirkten

‱ Domenicus Gottfried Waerdigh (1700–1789), Kunstmaler und KunsthĂ€ndler, geboren in Hamburg; war um 1740 fĂŒr Herzog Friedrich Carl von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön im Plöner Schloss tĂ€tig und kaufte 1766 den Plöner Prinzessinnenhof (heute Kreismuseum). Waerdhig verstarb in Plön.
‱ Matthias Claudius (1740–1815), deutscher Dichter, besuchte ab 1755 mit seinem Ă€lteren Bruder Josias die Lateinschule in Plön
‱ Woldemar Friedrich von Schmettau (1749–1794), Diplomat in dĂ€nischen Diensten und Schriftsteller
‱ Wilhelm I. (1797–1888), König von Preußen, bestimmte 1868 die Nutzung des Schlosses Plön als Kadettenanstalt.
‱ Anna Katharina Kasch (1839–1900), deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
‱ Alard du Bois-Reymond (1860–1922), Ingenieur, Patentanwalt und Erfindercite-ref-30[30], Sohn des Physiologen Emil Heinrich du Bois-Reymond.
‱ Lili du Bois-Reymondcite-ref-31[31] (1864–1948), geb. Hensel; Schriftstellerin; Ehefrau von Alard du Bois-Reymond. Enkelin der Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy, verheiratete Fanny Hensel;
‱ Fanny du Bois-Reymond (1891–1990), GĂ€rtnerin und spĂ€tere Psychoanalytikerin, Ă€lteste Tochter von Lili und Alard du Bois-Reymond, Urenkelin der Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy.
‱ Johannes Kinder (1843–1914), langjĂ€hriger BĂŒrgermeister und erster EhrenbĂŒrger der Stadt
‱ Erich Ludendorff (1865–1937), deutscher General im Ersten Weltkrieg, beteiligt am Kapp-Putsch 1920 und am Hitlerputsch 1923, ausgebildet in der Kadettenanstalt im Plöner Schloß
‱ Marie Schwertzel (1871–1950), GĂ€rtnerin, BegrĂŒnderin der Gartenbauschule Marienhöhe bei Plön in Holsteincite-ref-32[32]
‱ Gerhard Werther (1878–1939), NSDAP-Landrat im Kreis Plön, ErfĂŒllungsgehilfe des NS-Terrors (1933–1939).cite-ref-33[33]
‱ Anna Richter (1893–1999), geb. Volkmann, genannt „Anni“, Malerin und Grafikerin, Ehefrau des Malers und Grafikers Erik Richter
‱ Hermann Brunk, (* 26. Januar 1895), 1933 zum Major der Ordnungspolizei und Leiter der Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) Plön ernannt. SA-BrigadefĂŒhrer (ab 20. April 1943)
‱ Karl Berger (1885–1952), GeneralveterinĂ€r
‱ Heinrich Christian Böttger, Pastor und NSDAP-Mitglied, zur Zeit des Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit Pastor in Plön, der sich fĂŒr die Entnazifizierung ehemaliger NS-Verbrecher einsetzte.cite-ref-34[34]
‱ Siegfried Möller (1896–1970), deutscher Bildhauer, Keramiker und Hochschullehrercite-ref-35[35]
‱ Elisabeth Jaspersen (1900–1994), PortrĂ€t- und Landschaftsmalerin
‱ Alexej von Assaulenko (1913–1989), Kunstmaler aus Lubny (Zentralukraine) mit deutschen Wurzeln; lebte und arbeitete nach 1945 bis zu seinem Tod in Plön.
‱ GĂŒnther Fielmann (1939–2024), deutscher Unternehmer und MehrheitsaktionĂ€r der Fielmann AG, der im Schloss Plön 2002 die gemeinnĂŒtzige Fielmann-Akademie als Ausbildungszentrum etablierte.
‱ Martin LĂŒttge (1943–2017), Schauspieler und Regisseur, Sohn des Garten- und Landschaftsarchitekten Gustav LĂŒttge (1909–1968)
‱ Phil Hanro (* 1982), deutscher Musikproduzent, lebte in Plön

Plön in der Kunst

Plön im Film

‱ Der Bahnhof Plön spielte zuerst 1943 in dem UFA-Farbtonfilm Immensee eine Rolle. Der Bahnhof hieß hier Immensee, Hauptrollen spielten Kristina Söderbaum, Carl Raddatz und Paul Klinger.
‱ Im Jahre 1969 entstand im Plöner Schloss, im Plöner Umland und am Strand von Sankt Peter-Ording der Film Sieben Tage Frist.
‱ Anfang der 1970er Jahre folgten die beiden ARD-Vorabend-Fernsehserien Kleinstadtbahnhof (13 Folgen in den Jahren 1971/72) und Neues vom Kleinstadtbahnhof (13 Folgen in den Jahren 1972/1973) mit Heidi Kabel und Gustav Knuth in den Hauptrollen. In den Serien heißt der Ort LĂŒttin.
‱ Ab 1997 spielte die ARD-Vorabendserie Die Schule am See in Plön. In der Kulisse des Schlosses Plön wurden 44 Folgen (1997–2000) mit Mareike CarriĂšre in der Hauptrolle gedreht. Auch hier hieß das Internat Schloß LĂŒttin (Internat, Kommandeursvilla und MĂ€dchenhaus), in direktem Bezug auf die beiden Serien der 1970er Jahre.

Plön in der Musik

‱ 1932 komponierte Paul Hindemith fĂŒr das Gymnasium Plön seinen Plöner Musiktag, bestehend aus Morgenmusik, Kantate, Tafelmusik und Abendkonzert, der von SchĂŒlern und Lehrern des Gymnasiums unter der Leitung von Edgar Rabsch und Paul Hindemith uraufgefĂŒhrt wurde. Auch die beiden Hindemith-SchĂŒler Harald Genzmer und Oskar Sala wirkten mit. Außerdem war als damaliger InternatsschĂŒler Gottfried von Einem an der UrauffĂŒhrung beteiligt.cite-ref-36[36]
‱ Im Mai 2022 wurde in der Nikolaikirche Plön durch das Symphonische Orchester Plön e. V. (Solistin: Eva Monar, Dirigent: Shenoll Tokaj) die „Plöner Wassermusik fĂŒr Kammerorchester mit Sopran solo“ des aus Ascheberg (Holstein) stammenden Komponisten Claus Woschenko uraufgefĂŒhrt. Das StĂŒck behandelt die um Plön herum liegenden Seen und besteht aus den SĂ€tzen: 1. Der Sonnenaufgang ĂŒber dem Kleinen Plöner See, 2. Die einsame Nixe vom Trammer See, 3. An den HĂ€ngen des Schöhsees, 4. Kleine Serenade auf dem Ausflugsdampfer, 5. Bei Sturm auf dem Großen Plöner See.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]

Weblinks

Commons

: Plön

– Album mit Bildern

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– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Plön

– ReisefĂŒhrer

‱ Website der Stadt Plön
‱ Historische Ansichten der Stadt Plön

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-sh-11. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Link zum Bebauungsplan 2000 (Memento vom 11. Juli 2012 im Internet Archive) der Stadt Plön.
cite-note-33. ↑ Schleswig-Holstein-Topographie. Band 7: Munkbrarup – Pohnsdorf. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2006, ISBN 3-926055-88-X, S. 346 (portal.dnb.de [abgerufen am 22. Juli 2020]).
cite-note-44. ↑ Pressemitteilung der Gemeinde Ascheberg vom 23. Dezember 2020. Website der Gemeinde Ascheberg. Abgerufen am 19. Mai 2021.
cite-note-55. ↑ Alfred Heggen (Hrsg.): 300 Jahre Gymnasium in Plön. NeumĂŒnster 2004, S. 15.
cite-note-66. ↑ Anja RĂŒstmann: Die Geschichte der Prinzeninsel. In: Kieler Nachrichten. 6. Mai 2019, abgerufen am 3. Juni 2023.
cite-note-77. ↑ Siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder unter Liste „Korporativ Fördernde Mitglieder“ (Memento vom 14. Januar 2011 im Internet Archive)
cite-note-88. ↑ 5.3. Die Feuerwehren wĂ€hrend des Nationalsozialismus und im zweiten Weltkrieg. Aus: 124 Jahre Kreisfeuerwehrverband, 1893-2018; online, aufgerufen: 28. MĂ€rz 2024.
cite-note-99. ↑ Hermann Weiß: Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NPEA, gebrĂ€uchlicher NAPOLA). In: ders., Wolfgang Benz und Hermann Graml (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 597.
cite-note-1010. ↑ Helen Roche: Surviving ‘Stunde Null’ - Narrating the Fate of Nazi Elite-School Pupils during the Collapse of the Third Reich. In: German History Band 33, Nr. 4, pp. 570–587, aufgerufen: 3 Juni 2023.
cite-note-1111. ↑ Matthias Paustian: Die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Plön 1933-1945, aufgerufen: 3. Juni 2023.
cite-note-1212. ↑ Internatsgymnasium Schloß Plön (Hrsg.): Alternativer StadtfĂŒhrer zu den StĂ€tten des Nationalsozialismus in Plön, Plön 1989.
cite-note-hofm-1313. ↑ Marit Hofmann: Der Plön-Fluch. nd-aktuell, 18. Dezember 2020, aufgerufen: 2. Juni 2023.
cite-note-1414. ↑ Broder Schwensen: Reichshauptstadt, in: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!, Flensburg 2009.
cite-note-1515. ↑ Institut fĂŒr schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte: VIMU. Kriegsende, abgerufen am: 31. Mai 2017.
cite-note-1616. ↑ Die Kapitulation auf dem Timeloberg (Memento vom 4. November 2013 im Internet Archive) (PDF, 16. S.; 455 kB)
cite-note-1717. ↑ Alfred Heggen (Hrsg.): 300 Jahre Gymnasium in Plön. NeumĂŒnster 2004, S. 37–44.
cite-note-1818. ↑ wahlen-sh.de
cite-note-192. ploen.de
cite-note-2020. ↑ Niederschrift der Sitzung der Ratsversammlung der Stadt Plön vom 8. Februar 2023 (PDF)
cite-note-2121. ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
cite-note-part-2222. ↑ Paten- und Partnerschaften / Stadt Plön. In: ploen.de. 7. Februar 2013, abgerufen am 18. Juni 2024.
cite-note-2323. ↑ NDR: Holpriger Start fĂŒr erixx Holstein auf der Bahnstrecke Kiel-LĂŒbeck. Abgerufen am 30. April 2023.
cite-note-2424. ↑ Statistisches Amt fĂŒr Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der berufsbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2019/2020
cite-note-2525. ↑ Statistisches Amt fĂŒr Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2019/2020
cite-note-2626. ↑ evolutionsweg.de
cite-note-2727. ↑ [1]
cite-note-2828. ↑ Kreismusikschule / Kreis Plön. In: kreis-ploen.de. Abgerufen am 18. Juni 2024.
cite-note-2929. ↑ symphonisches-orchester-ploen.de (Link defekt)
cite-note-3030. ↑ Alard du Bois-Reymond: Erfindung und Erfinder, Verlag von Julius Springer, 1906.
cite-note-3131. ↑ Marion Heine: Auf den Spuren der Familie du Bois-Reymond (Teil I und Teil II). Als BeitrĂ€ge jeweils in: Jahrbuch fĂŒr Heimatkunde im Kreis Plön, 48. Jg., 2018, S. 75–118 und Jahrbuch fĂŒr Heimatkunde im Kreis Plön, 49. Jg., 2019, S. 83–140.
cite-note-3232. ↑ Marion Heine: Die Gartenbauschule Marienhöhe in Plön. Als Beitrag in: Jahrbuch fĂŒr Heimatkunde im Kreis Plön, 46. Jg., 2016, S. 5–57.
cite-note-3333. ↑ Martin Göllnitz: Der Kreis Plön. In: Oliver Auge (Hrsg.): 150 Jahre Kreise in Schleswig-Holstein. Festgabe zum JubilĂ€um am 22. September 2017. S. 8, aufgerufen am 3. Juni 2023.
cite-note-3434. ↑ Johanna Koglin und Thea Stenkamp: Der Plöner Pastor Heinrich Christian Böttger – ein „innerer Feind“ der Nationalsozialisten? – Projektarbeit im Rahmen des Bundeswettbewerbs Geschichte der Körber Stiftung, Februar 2017.
cite-note-3535. ↑ Ausstellungskatalog der Porzellanmanufaktur FĂŒrstenberg S. 10. Abgerufen am 16. April 2020.
cite-note-3636. ↑ Gerd SannemĂŒller: Der „Plöner Musiktag“ von Paul Hindemith (= Quellen und Studien zur Musikgeschichte Schleswig-Holsteins, 4), Wachholtz Verlag, NeumĂŒnster 1976.
cite-note-3737. ↑ impuls.bundesmusikverband.de
cite-note-3838. ↑ edition-woschenko.de